Montag, 7. Juni 2010

Testosteronbomber und Östrogenschnepfen

Man hört ja immer wieder Beschwerden darüber, dass die Politik so männerdominiert wäre und gäbe es nur mehr Frauen in der Politik, wäre auch der Umgang miteinander viel konstruktiver.

Die Wiener ÖVP-Stadträtin Isabella Leeb hat das jetzt in einem Interview eindrucksvoll bewiesen. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Ein User im Forum hat auch gleich die passende Antwort darauf:



Mittwoch, 2. Juni 2010

Frauengewalt: Schlagen, beißen, boxen, treten

Hier ein aktueller Artikel (vom 20.1.2010) aus der Schweizer Weltwoche mit dem Titel "Schlagen, beißen, boxen, treten", der so gut ist, dass ich ihn zur Gänze zitieren möchte.

Die Autorin ist Franziska K. Müller, die seit vielen Jahren für die Weltwoche arbeitet.
Sie ist Verfasserin von Gesellschaftsanalysen und Porträts.


"Bis zu fünfzig Prozent aller häuslichen Attacken gehen auf das Konto der Frauen. Die Zerstörungswut bleibt ohne Konsequenzen, da die Männer ihre Opferrolle lieber verheimlichen. Und Feministinnen pflegen das Bild der Frau als selbstlose Heilige, die zu Gewalt nicht fähig ist.
Von Franziska K. Müller

Vor einigen Wochen fuhr eine Zürcherin den Wagen ihres Liebhabers zu Schrott. Der Klassiker jedes Rosenkrieges forderte nebst Blechschaden auch einen Schwerverletzten, der am Lenkrad der Limousine saß. In Adliswil erwürgte eine einbeinige Frau vor zwei Monaten ihren Freund. In Basel tötete eine 52-Jährige ihren Partner mit einem Messerstich ins Bein, und in Bern wurde Edwald C., nachdem eine Kaffeekanne auf seinem Schädel zertrümmert wurde, mit lebensbedrohlichen Verletzungen in die Intensivstation eingeliefert.
Nur selten endet weibliche Verärgerung in Liebesbeziehungen mit Toten, aber die Liste tätlicher Angriffe, ausgeführt durch Frauenhand, lässt sich beliebig fortsetzen. Im Kanton St. Gallen gingen 39 Prozent aller polizeilich registrierten Übergriffe im Bereich der häuslichen Gewalt auf das Konto von Frauen (2008), in Zürich waren es rund 25 Prozent. Gesamtschweizerisch fehlt es an Zahlen, aber die Dunkelziffer von weiblichen Attacken, die nicht zur Anzeige kommen, wird als sehr hoch eingeschätzt. Mittlerweile gehen die Experten davon aus, dass in der Schweiz pro Jahr nicht nur Zehntausende von Frauen durch ihren Partner misshandelt werden, sondern – je nach Quelle ebenso viele Männer betroffen sind.
Bisher glaubte man, Frauen würden handgreiflich, um sich gegen prügelnde Ehemänner und Liebhaber zu verteidigen. «Das akzeptierte Klischee, dass Frauen immer die Opfer und Männer immer die Täter sind, ist falsch», sagt der deutsche Sozialwissenschaftler Bastian Schwithal. Im Rahmen seiner Dissertation («Weibliche Gewalt in Partnerschaften») analysierte der 33-Jährige über hundert internationale Untersuchungen und ist zum Schluss gekommen: «Von Australien über Kanada bis Südafrika: Frauen sind in Beziehungen genauso gewalttätig wie die Männer.» Für den deutschsprachigen Raum gilt: Nur bei rund einem Viertel aller Übergriffe handeln die Frauen in Notwehr. Bei der Hälfte aller Übergriffe üben beide Partner Gewalt aus. In 25 Prozent der Fälle agieren nur die Frauen gewalttätig, und die Verletzungen sind – anders als bisher angenommen nicht nur harmlos.

«Riesenproblematik»
Bei der Zürcher Opferberatungsstelle für gewaltbetroffene Jungen und Männer beobachtet man seit einigen Jahren einen Anstieg bei den physischen und psychischen Übergriffen durch Partnerinnen: Das Spektrum reiche von Schlagen, Beißen, Boxen, Kratzen, An-den-Haaren-Reißen bis zu Einschüchterungsversuchen, Morddrohungen, Stalking zu Hause und am Arbeitsplatz sowie Sachbeschädigungen. Als Tatwaffen werden Messer und Haushaltsgegenstände genannt. Es gehe nicht darum, die beiden Themen gegeneinander auszuspielen, sagt Bastian Schwithal. Die Existenz weiblicher Gewalt anzuerkennen, heiße keineswegs, die Bedeutung männlicher Gewalt zu verharmlosen. «Aber nur durch einen ehrlichen Vergleich können Strategien entwickelt werden, die angesichts der Riesenproblematik längst fällig wären», sagt Schwithal.

Belustigung und Unglaube
Zwar existieren Dutzende von Institutionen und Internetplattformen, die den geschundenen Männern mit Rat zur Seite stehen wollen. «Vorausgesetzt, die Betroffenen geben zu, dass es zu Hause ab und zu Prügel setzt», sagt Oliver Hunziker, Initiant des ersten Schweizer Hauses für geschlagene Männer («Zwüschehalt»). Es wurde Anfang Dezember eröffnet und sollte eigentlich aus allen Nähten platzen, findet Hunziker, der auch als Präsident des Vereins verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV) agiert. Aber da die Männer nicht zu ihrem Problem stehen wollen, war bisher nur ein Zimmer vorübergehend belegt.
Fliegende Espressomaschinen, jahrelanger Sexentzug und raffinierter Psychoterror: «Die meisten Betroffenen werden als Witzfiguren verspottet, wenn sie von den desolaten Verhältnissen in den eigenen vier Wänden erzählen», sagt Hunziker. Belustigung im Bekanntenkreis und Unmutsbekundungen durch ungläubige Polizeibeamte seien übliche Reaktionen, wenn Männer von ihrem Martyrium erzählten. Dabei erreichen Hunziker verzweifelte Telefonate wie jenes kurz vor Weihnachten beinahe täglich: Der Schichtarbeiter berichtete, seine Frau verfolge ihn seit Monaten mit aggressivem Verhalten. Sei am Ende des Monats nur noch wenig Geld in der Haushaltskasse, gebe es für ihn – dessen gesamter Lohn auf ihr Konto gehe nichts mehr zu essen. Wolle er tagsüber schlafen, weil er um sechs Uhr von der Arbeit zurückkehre, reiße sie die Vorhänge auf, zerre die Bettdecke weg und übergieße ihn mit kaltem Wasser. Die Steigerung der Attacken erfolgte, als sie ihm im Schlaf ein Paar Holzschuhe an den Kopf warf. Er sei wutentbrannt aufgesprungen, habe sie an den Handgelenken gepackt und geschüttelt. Resultat? Drei Minuten später stand die Polizei im Haus, er kassierte eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt.
Auch Roland B. geriet mit dem Gesetzgeber in Konflikt, seit ihn seine afrikanische Ehefrau mit Schwung in den Straßenstaub warf und ihm zwei Zähne ausschlug. Sie habe seine Beschimpfungen als Bedrohung wahrgenommen und sich gewehrt, erzählte sie der Polizei. Seither darf sich der bisher unbescholtene Soziologe weder der Ex-Ehefrau noch dem gemeinsamen Sohn nähern. Extrembeispiele? «Keineswegs», sagt Hunziker. «Die Behörden stehen meist auf der Seite des vermeintlich schwachen Geschlechts.»

Bild der unterdrückten Frau
Mehr als hundert Forschungsberichte, empirische Studien und vergleichende Analysen in kriminologischen, soziologischen, psychologischen und medizinischen Fachzeitschriften zeigten in den vergangenen Jahren auf, dass in Beziehungen die Gewalt zu gleichen Teilen von beiden Partnern ausgeht. Die Studien stimmten in ihren Erkenntnissen so deutlich überein, dass die Fachwelt an den Verhältnissen keine Zweifel mehr hegt. Aber obwohl die Gewaltbereitschaft der Frauen bereits seit den achtziger Jahren gründlich erforscht wird, das weibliche Aggressionspotenzial, die Risikofaktoren und Konsequenzen bekannt sind, herrscht in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ein verfälschtes Bild von weiblicher Gewalt gegenüber Männern.
Der amerikanische Psychologe Don Dutton befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema. Den Grund, wieso die tonnenschweren Fakten bisher unter den Teppich gekehrt wurden, sieht er im Umstand, dass die Ausübung männlicher Gewalt lange Zeit als Patriarchatsprivileg eingeordnet wurde und somit die These von der unterdrückten Frau stützte. «Alle Daten und Beweise, die der genderfeministischen Ideologie nicht entsprachen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten verworfen, banalisiert oder weggeredet», sagt auch der deutsche Generationenforscher Gerhard Amendt von der Universität Bremen. Resultat: «In der Öffentlichkeit ist das Thema tabu, und auf der politischen Ebene wird es mehrheitlich ignoriert.» Die Frau als selbstlose Heilige, die zu keinen Aggressionen und keiner Gewalt fähig sei, entspreche einem veralteten Bild, dessen sich der konservative Feminismus bei der unliebsamen Thematik erstaunlicherweise gern bediene. «In diesem Sinn müssen und dürfen gewalttätige Geschlechtsgenossinnen keine Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen, weil man per se davon ausgeht, dass sie immer hilflos und unschuldig sind», sagt Amendt. Die prügelnden Frauen verstoßen also nicht nur gegen allgemeingültige Normen und die herrschende Moral, sondern auch gegen die geltende Geschlechterordnung, wonach Gewalt nicht weiblich sein darf. Mit schlimmen Konsequenzen für die Frauen, so sind sich die Experten in der Zwischenzeit einig: Aufgrund einer jahrzehntelangen Banalisierung fehlt es heute an Diagnostik, Beratungsstellen und einem spezialisierten Therapieangebot für gewaltausübende Frauen.
Reflexion über das aggressive Verhalten findet somit nicht statt, und mit einem allzu schlechten Gewissen – bekanntlich dem ersten Schritt auf dem Weg zur Besserung – halten sich die Frauen auch nicht unbedingt auf. In einer amerikanischen Studie von Charles E. Corry und Martin S. Fiebert («Controlling Domestic Violence Against Men», 2002) wurden die Teilnehmerinnen gefragt: «Wieso schlagen Sie Ihren Partner?» Die unbeschwerten Antworten lauteten: «Er hört mir nie zu.» – «Er ignoriert meine Bedürfnisse.» – «Ich wollte seine Aufmerksamkeit gewinnen.» Australierinnen antworteten auf die gleiche Frage lapidar: «Weil er mir auf die Nerven ging.»
Die Forscher wollten es genauer wissen: «Haben die Frauen keine Angst, dass sich die Gepeinigten wehren könnten», und: «Wieso glauben Sie, schlagen viele Männer nicht zurück?» Die Antworten fielen listig aus. Fast ein Viertel der Befragten antwortete: «Die meisten Männer wurden so erzogen, dass sie Mädchen nicht schlagen dürfen: So gesehen ist das Gefahrenpotenzial gering.» Immerhin fanden 24 Prozent der Frauen: «Männer können sich gegen Schläge schützen, und somit habe ich keine Angst, ihn zu verletzen, wenn ich ihn verprügle.» 13 Prozent betrachteten ihr unzivilisiertes Verhalten gar als feministische Aktion: «Wenn Frauen und Männer tatsächlich gleichberechtigt sein wollen, müssen Frauen fähig sein, Ärger in physische Aggression umzuwandeln.»

«Männer sind selber schuld»
Die Gründe, warum Frauen außer Rand und Band geraten, sind ebenso vielfältig wie die verschiedenen Ausdrucksformen: Der Schweizer Straßenarbeiter Matthias L. wurde Mitte Januar Opfer seiner jungen Ehefrau. Sie beschuldigte ihn, eine Fotografie aus dem Büchergestell entfernt zu haben. Zuerst fing er sich ein paar Kopfnüsse ein, dann boxte sie ihm ins Gesicht. Als verbale Morddrohungen gegen seine Mutter dazukamen, alarmierte der 26-Jährige die Polizei. Nach sechsstündiger Wegweisung aus der Wohnung durfte die Gattin zurückkehren, und der Ehemann floh erneut. Über diesen Fall kicherte die Schweiz. Die daraufhin durch den Blick angeregte Umfrage («Wird das Problem von schlagenden Frauen unterschätzt?») entschied zugunsten der Frauen. «Männer sind selber schuld», lautete eine häufig angeklickte Antwort. Oliver Hunziker findet es überhaupt nicht lustig. «Die gegenwärtige Situation männlicher Opfer ähnelt derjenigen von vergewaltigten und misshandelten Frauen vor dreißig Jahren. Auch sie mussten damals gegen Verleumdung und Ignoranz kämpfen.»
Grundsätzlich gehen die Forscher davon aus, dass physische und psychische Übergriffe quer durch alle Schichten stattfinden und wenig mit dem Bildungsgrad oder dem Einkommen zu tun haben. Vor allem das jugendliche Alter, die Art der Beziehung und die Beziehungsdauer sind Risikofaktoren für eine friedliche Koexistenz in den eigenen vier Wänden. So zeigten verschiedene Untersuchungen, dass die meisten Beziehungen, in denen beide zuschlagen, kinderlos sind, noch keine fünf Jahre dauern und die Partner in diesen Beziehungen unter dreißig sind. Wenn Frauen handgreiflich werden, entladen sich Eifersucht, das Bedürfnis nach Macht und Kontrolle, allgemeine Frustration und Stress. Gerhard Amendt: «Die häufigsten Motive für Gewalthandlungen sind Zwang, Ärger und der Wunsch, den Partner für schlechtes Benehmen, besonders für Untreue, zu bestrafen.» Trennung und Scheidung gelten als besonders hohe Risikofaktoren für partnerschaftliche Aggressionen (Corry/Fiebert, 2002).

Angst um die Kinder
Daraus ergibt sich ein Teufelskreis. Oliver Hunziker beobachtet, dass viele Männer in Gewaltbeziehungen ausharren, «weil sie, im Wissen darum, in Sorgerechtsstreitigkeiten meist den Kürzeren zu ziehen, Angst um ihre Kinder haben und diese nicht allein zurücklassen wollen». Auch im Bereich der psychischen Misshandlung agieren die Schweizer Frauen facettenreich: Dauerhafte verbale Attacken, die wiederholte Demütigung des Partners in der Öffentlichkeit, Wegsperren, aber auch monatelanger Sexentzug und falsche Aussagen, die bei der Polizei deponiert werden, gehörten dazu, sagt Hunziker.
Die häusliche Gewalt schließt per Definition die beiden Kategorien – körperliche und seelische Verletzung – ein. In beiden Bereichen wird zwischen leichten, mittleren und schweren Formen unterschieden. Schubsen, Boxen, Beißen und Treten sind – auch international betrachtet – die favorisierten mittelschweren Bestrafungsmethoden der Frauen. An oberster Stelle steht jedoch: Objekte werfen. Ein Viertel aller Männer findet nichts dabei, wenn ihnen hin und wieder Ziergegenstände und Bücher um die Ohren fliegen. Vorausgesetzt, die Objekte verfehlen ihr Ziel.
Die Treffsicherheit der Frauen sollte jedoch nicht unterschätzt werden, dies gilt auch für den Bereich «Tatwaffen aller Art», wie in der amerikanischen Untersuchung von Corry/Fiebert festgehalten wird. «Ist ein Streit absehbar, entfernen Sie im Vorfeld alle Wurfgegenstände im Haus, und, wichtig: Vergessen Sie nicht, als Wanddekorationen gedachte Waffen wie Schrotflinten, Samuraischwerter oder Krummdolche sorgfältig zu verstecken», so der praktische Ratschlag der Experten.
Vor schweren Gewaltdelikten schreckten Frauen nicht zurück, kommt auch Bastian Schwithal zum Schluss. Weltweit schlagen sie ebenso hart zu wie die Männer, fuchteln tendenziell sogar etwas häufiger mit Schusswaffen herum und verletzen ihre Intimpartner mit Messern und Wurfgeschossen. Als bevorzugte Kampfzone gilt der gesamte Küchenbereich, hält die ehemalige britische Frauenhausleiterin Erin Pizzey in einer Untersuchung fest. In den Asservatenkammern türmen sich Kaffeemaschinen, Mixer und Pfeffermühlen, Weinflaschen, Nudelhölzer und Bratpfannen, die durch die Luft flogen oder als Werkzeuge benutzt wurden. Zwischen Kühlschrank und Herd lauern viele Gefahren: Scheren, Fleischhammer, heißes Wasser und siedendes Öl. Der strenge Rat von Pizzey an die gefährdete Männerwelt: «Eskaliert die Situation, verlassen Sie sofort die Küche, und betreten Sie unter keinen Umständen das Schlafzimmer: Denn auch dort kann es zu ungeahnten Übergriffen kommen.»
«Es besteht Handlungsbedarf», sagt Dori Schaer-Born, Präsidentin der Berner Fachkommission für Gleichstellungsfragen. Im vierten Gewaltbericht («Wenn Frauen gewalttätig werden: Fakten contra Mythen», 2006) hält die Kommission fest, dass sich die geschlechterabhängige Gewaltforschung auch in der Schweiz von alten Perspektiven und Rollenvorstellungen lösen müsse. «Im besten Fall entstehen neue Weiblichkeitsbilder, die mit den gängigen Stereotypen nichts zu tun haben. Aber auch die betroffenen Männer müssen ihren Widerwillen gegenüber dem unliebsamen Opferstatus überwinden und ihr betretenes Schweigen brechen», sagt Schaer-Born. Um die Debatte von gegenseitigen Schuldzuweisungen zu befreien und zu konstruktiver Arbeit zu gelangen, seien in der Schweiz sorgfältige Analysen der bisherigen Entwicklung und eine Verbesserung der Forschung nötig. Zudem müsse ein adäquates Hilfsangebot für gewaltausübende Partnerinnen geschaffen und die fachliche Kompetenz der bestehenden Institutionen für männliche Gewaltopfer überprüft werden.
Die angeregte Investition in präventive Angebote lohnt sich womöglich auch angesichts der staatlichen Kosten, die durch häusliche Gewalt verursacht werden: Sie werden gesamtschweizerisch jährlich auf über 400 Millionen Franken geschätzt.

Hier noch der Link zum Artikel: "Schlagen, beißen, boxen, treten"



Donnerstag, 27. Mai 2010

Stadt Wien verleumdet Männer

Obwohl längst widerlegt, wird häusliche Gewalt - oft wider besseres Wissen - immer noch als hauptsächlich "männlich" bezeichnet.


Als Grunde vermute ich, dass von diesem behaupteten Faktum zahlreiche Arbeitsplätze derer abhängen, die diese Behauptung nachhaltig propagieren.



Derzeit tut sich wieder die Stadt Wien mit einer Aktion hervor. Ihrer Website ist der Text oben entnommen.

Dienstag, 25. Mai 2010

Weiblicher Sextourismus und Heuchelei

"DieStandard" vom 25.5.2010 schreibt in einem Artikel mit dem Titel "Tabu der reifen Lust?" folgendes:

"Weiblicher Sextourismus, vor allem von älteren Frauen in afrikanische Länder, ist der neueste Boom. Holen die Frauen jetzt auf, was für ältere Männer immer schon möglich war? Fällt damit still und heimlich eine Bastion der Frauenfeindlichkeit? Denn ganz entkrampft ist unsere Gesellschaft immer noch nicht, wenn es um Sexualität im Alter geht. Die Vorstellung von älteren Menschen beim Sex ist ein Tabu. Viele würden sich körperliche Nähe auch im Alter wünschen, doch sind sie oft zu prüde dazu. Gelingt es der Generation der ehemaligen "68er", jetzt die sexuelle Befreiung auch im reifen Alter durchzusetzen? Oder überwiegen immer noch Jugendkult und Schamhaftigkeit?"

Aha.

Dazu folgende Frage: Was ist der Unterschied zwischen den folgenden beiden Bildern?

In beiden Bildern geht es um Sextourismus. Einmal ist es eine alte Frau in Afrika, einmal ein alter Mann in Thailand. Der Unterschied ist die unterschwellige Botschaft, die in diesen Bildern und den entsprechenden Presseberichten transportiert wird.

Männer sind Sextouristen, Frauen gehen auf Romantikreise (siehe Fotos).

Männer suchen Sex, Frauen suchen körperliche Nähe und wollen wieder begehrt werden.

Männer beuten arme einheimische Mädchen sexuell aus, Frauen unterstützen junge Männer durch das Geld, das sie dort lassen.

Bei Männern sind es alte, verschwitzte Perverse (obwohl in Wirklichkeit die meisten zwischen 20 und 30 sind), die zuhause keine mehr abkriegen, die Frauen wollen sich wieder jung und erotisch finden.

Fakt ist:

Alte Frauen mit viel Geld, die daheim keinen Mann mehr abkriegen oder zu gehemmt sind um sich zuhause einen Mann anzulachen, fahren in arme Länder, wo sie für Sexualpraktiken, welche die Einheimischen normalerweise erniedrigend finden (Cunnilingus), einen Monatslohn der Einheimischen und mehr zahlen mit dem Effekt, dass bereits 14-jährige die Schule abbrechen und sich prostituieren und Familienväter auf den Strich gehen um ihre Familie erhalten zu können. Dabei legen diese Frauen kaum Wert auf die Benutzung von Kondomen, im Gegenteil. Und sie begehen im jeweiligen Land damit eine kriminelle Handlung, für die natürlich nur die einheimischen Männer verhaftet werden und nicht die Touristinnen. Außerdem kommt es dabei seitens eines Teils der Frauen systematisch zu Kindesmissbrauch.

Mehr als 600.000 Frauen haben in den letzten 25 Jahren eine "Erotikreise" gemacht.

Alles, was man Männern zurecht jahrelang vorgeworfen hat, gilt jetzt als Fortschritt, weil es Frauen machen. Und "die FeministInnen" kriegen dazu den Mund nicht auf. Von wegen "Feminismus ist der Humanismus der Neuzeit".

Ein besseres Beispiel zur Erklärung des Begriffs "double standard" kann man kaum finden.

Hier die Quellen zu den Behauptungen:

Canada.com: When women do it, it´s called "romance travelling"

Contexts.org: Female sex tourists in the Caribbean

Caribvoice.org: Sex tourism

The Independent: Women who travel for sex: Sun, sea and gigolos

Global Post: Female sex tourism: for love or money?

The Boston Globe: Arrests highlight female sex tourism

News One: Female Sex Tourism In Senegal Attracts Women Who Will Pay For Romance

Global Post: The Jordanian desert´s other delight: sex tourism

The Guardian: Sex, sand and sugar mummies in a Caribbean beach fantasy

eturbonews.com: Three 'S' of Senegal tourism: Sun, sea and sex

suite101.com: Sex Tourism in Kenya: Wealthy Older Women Look for Love on the Shores of Africa

antimisandry.com: Weiblicher Sextourismus

Die Presse: Aufregend, wieder begehrt zu werden

Welt Online: Reife Frauen auf einem erotischen Trip

absolutleybangkok.com: The female sex tourist

bravenewtraveller.com: The shameful truth about sex tourism

jezebel.com: When the sex tourist is a woman

Los Angeles Times: Not only can women have sex like men, they can buy sex like men

Global Post: Romance on the road: What women want.

Reuters: Older white women join Kenya´s sex tourists

Pan-Optikum (Blog): Sextourismus, Vergewaltigung, Pädophelie, Menschenhandel - eine Domäne der Männer?

Montag, 24. Mai 2010

Die Segnungen des Binnen-I

Hier ein kleines Beispiels für den Nutzen des Binnen-I in der Praxis. Die FFG, die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, gibt für Förderprojekte Verträge vor. Dieses Beispiel ist aus so einem Vertrag:

So geht es über 39 Seiten und das lustige daran ist: Es handelt sich bei den Projektpartnern und Konsortialführern gar nicht um Personen, sondern um Unternehmen. Aber offensichtlich können auch Firmen beide Geschlechter - nein, Gender - haben.

Dienstag, 18. Mai 2010

Frau fackelt Mann ab


Quelle: "DerStandard" vom 12.4.2010

Hier wieder ein schönes Beispiel, wie mit solchen Themen umgegangen wird. Abgesehen von der offensichtlich weiblichen Logik, die in "Ich wollte seinen Penis verbrennen, damit er nur mir gehört" steckt, fällt die nette Werbeeinschaltung im Artikel auf: "Viele nette Frauen hier kennen lernen!"

Interessant auch einige der Postings zu diesem Artikel, die völlig undenkbar wären, wenn ein Mann seine Frau verbrannt hätte.

Hier einige ausgewählte Beispiele:

"Falls es Ihnen entfallen ist: über 60% der Frauen und Kinder werden von männlicher und hauptsächlich häuslicher Gewalt bedroht" (Eine Aussage, die jeder faktischen Grundlage entbehrt)

"woa sicher a hoaße nocht " (Gewalt gegen Männer ist auch dann noch lustig, wenn sie tödlich endet"

"Wenn ein brennender Penis ein ganzes Haus abfackelt, muss das ja ein Riesending gewesen sein. Vielleicht hatte die Frau einfach Angst davor."

"Jaja, wenn die Zündschnur zu kurz ist, brennt halt das ganze Haus ab!"

Man stelle sich den Vorfall mit umgekehrten Geschlechtern vor. In diesem Fall würden die beiden letzten Postings sofort von jemandem gemeldet und unmittelbar danach entfernt. Mit heutigem Datum - und seither ist mehr als 1 Monat vergangen - sind diese Postings immer noch online.


Link zum Artikel: http://derstandard.at/1269449426329/Prozess-Australierin-zuendete-Penis-ihres-Mannes-an#forumstart


Montag, 17. Mai 2010

Ist Gewalt männlich? - Eine Faktensammlung

Dass Frauen im häuslichen Bereich annähernd genau so gewalttätig sind wie Männer, ist seit vielen Jahren wissenschaftlich erwiesen. Trotzdem hat diese Erkenntnis bisher praktisch keinen Eingang in die öffentliche Diskussion gefunden. Besonders in Europa gibt es - im Gegensatz zu den USA - auch nur eine spärliche Anzahl von Untersuchungen zum Thema.

In den USA beschäftigt sich Ph.D.Martin Fiebert an der California State University in Long Beach seit langem mit dem Thema und hat eine eindrucksvolle Sammlung von wissenschaftlichen Publikationen zusammen getragen.

Zitat von seiner Website:
"This bibliography examines 271 scholarly investigations: 211 empirical studies and 60 reviews and/or analyses, which demonstrate that women are as physically aggressive, or more aggressive, than men in their relationships with their spouses or male partners. The aggregate sample size in the reviewed studies exceeds 365,000."

Links zur Website: http://www.csulb.edu/~mfiebert/

Sonntag, 16. Mai 2010

Männliche Finanzwelt - oder doch nicht?

Frauen managen umsichtiger. Von Frauen gemanagte Fonds sind langfristig ertragreicher. Überhaupt täten mehr Frauen in verantwortlichen Positionen der Wirtschaft, insbesondere der Finanzwirtschaft, dem gesamten System gut.
So oder so ähnlich tönt es aus den Medien.

Hier mal ein Artikel aus "DerStandard" vom 19.3.2010 zum Thema:

"Mutter der Finanzbomben

Bankerin Blythe Masters erfand die Credit Default Swaps.
Stets arbeitend, hart, herzlos: So wird die mächtigste Bankerin der Wall Street, Blythe Masters, gerne dargestellt.
Die am meisten erzählte Geschichte über Blythe Masters spielt in einem Krankenhaus. 1994, als sie, in den Wehen liegend, in ein Spital gebracht wurde, soll sie noch die Kurse an den Rohstoffbörsen überprüft haben. Stets arbeitend, hart, herzlos: So wird die mächtigste Bankerin der Wall Street gerne dargestellt.
In die Geschichtsbücher eingehen wird die heute 49-jährige Bankerin für die Erfindung der Credit Default Swaps (CDS). Diese sind Ausfallsversicherungen, mit denen sich Gläubiger gegen den Zahlungsausfall eines Schuldners versichern können. Seit Wochen wird diskutiert, wie viel Schaden CDS-Wetten auf die Pleite Griechenlands angerichtet haben, am Donnerstag geriet Athen erneut unter Druck. Bei all der Aufregung dürften nur wenige Finanzbeamte und Politiker wissen, dass hinter den umstrittenen Finanzbomben eine Frau steckt.
Geboren wurde Masters 1961 in England. Sie besuchte die angesehene Internatsschule King's College in Canterbury und studierte in Cambridge Volkswirtschaft. Nach einem Praktikum stieg sie bei der US-Großbank JPMorgan ein, schon nach wenigen Jahren war sie Chief Financial Officer. Aus jener Zeit stammt ihr harter Ruf: Sie sei hochtalentiert, habe einen guten Riecher fürs Geschäft, sei ständig erreichbar, sagen Kollegen. Sie war schroff, klagen jedoch andere.
1997 entwickelte ein Team unter Masters Führung, genannt die "JPMorgan-Mafia", die CDS. Das Produkt geht um die Welt, Masters wird gefeiert. Dann kommt der Crash. Weil mit CDS viele unsichere Geschäfte besichert wurden, verstärken sie den Dominoeffekt. Masters Aufstieg konnte das nicht bremsen: Sie sitzt heute im Vorstand von JPMorgan, verantwortet das Rohstoffgeschäft.
Ihre Erfindung von einst hat sie stets verteidigt, CDS für die Finanzturbulenzen verantwortlich zu machen sei Unsinn: "Das ist, wie wenn ein schlechter Arbeiter sein Werkzeug beschuldigt."
Privat schottet sich Masters ab. Entspannung findet sie beim Reiten, hobbymäßig auch bei Turnieren. Sie ist geschieden, hat ein Kind.
Ihren Erfolg dürfte Masters auch ihrer Präzision verdanken. Als der Guardian schrieb, sie habe mit 35 den Posten des Finanzchefs bei JPMorgan angetreten, verlangte sie eine Richtigstellung. Sie war erst 34. Richtig stellen musste die Zeitung auch die Spitalsgeschichte. Masters hat nicht gearbeitet. Sie hat mit Kursen versucht, sich zu entspannen.(András Szigetvari/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.3.2010)"

Hier der Link zum Artikel: http://diestandard.at/1268700949859/Kopf-des-Tages-Mutter-der-Finanzbomben

Realsatire Frauenförderung



"Vier von 10 Unternehmensgründern sind weiblich, und trotzdem trauen sich nur wenige Frauen, den Sprung in die Selbständigkeit zu machen."
Quelle: "Format" vom 14.10.2010
Na was jetzt, denkt man sich da. Wie soll denn das zusammen gehen? Entweder sie trauen sich nicht oder sie machen fast die Hälfte der Gründer aus.
Haben die keine Redaktion bei Format? Darf da jede schreiben, was ihr gerade einfällt mit ihrer weiblichen Logik? Fällt niemandem auf, dass das völlig unlogisch ist.
Fazit: Wenn die Wirklichkeit nicht zum Klischee der benachteiligten Frau passt, schaltet man halt einfach das Hirn aus.

Samstag, 8. Mai 2010

Gewalt macht Frauen geil - Eine Provokation

Man stelle sich einen Mann vor, der folgende Aussage tätigt: "Ich schlage gelegentlich meine Frau, weil mich das sexuell erregt." und das auch noch ganz offen. Was würde da wohl passieren?
Fiebert und Gonzales (Fiebert, M. S., and Gonzalez, D. M., Women who initiate assaults: The reasons offered for such behavior. Psychological Reports, 80, 583-590, 1997.) haben in ihrer Arbeit die Gründe dafür erhoben, wieso Frauen gegen ihre Beziehungspartner gewalttätig werden. Die Studie wurde an knapp 1000 Studentinnen in Kalifornien durchgeführt und unterstützt in keiner Weise die Aussage, dass Frauen nur zur Selbstverteidigung gewalttätig werden.

Als häufigste Gründe wurden angegeben:
24%: Männer können sich selbst schützen, daher macht es nichts aus, wenn man gegen sie gewalttätig wird.
19%: Männer wurden so erzogen, dass sie nicht zurück schlagen, daher habe ich keine Angst vor Gegenwehr.
13%: Frauen sollten ebenso wie Männer ihren Ärger körperlich ausdrücken.
8%: Manchmal werde ich sexuell erregt, wenn ich meinem Ärger körperlich Ausdruck gebe.

"Quod licet Jovi, non licet bovi" sagen wir alte Lateiner dazu. Was Frauen nicht nur tun können, sondern auch noch erzählen, würde bei einem Mann ganz anders bewertet. Ein Mann, der sowas wie "Frauen klatschen macht mich geil" von sich gibt, ist eigentlich heute in Mitteleuropa unvorstellbar.

Link zur Arbeit: http://www.familytx.org/research/Control_DV_against_men.pdf

Donnerstag, 6. Mai 2010

BUCHTIPP "Verantwortung - Nein Danke!"


Beate Kricheldorf: "Verantwortung, nein danke! - Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik"
Beate Kricheldorf, geb. 1949, Dipl.-Psychologin, war 18 Jahre Lehrerin an einer Fachschule für Sozialpädagogik; dann Zusatzausbildung "Sozialmanagement", Projektleiterin eines Frauenförderungs-Programmes und Arbeit an einer Caritas-Beratungsstelle; heute freiberufliche Dozentin und Autorin.
Klappentext: " Frauen neigen zu einseitigen und subjektiven Sichtweisen, um ihre Opferhaltung beibehalten zu können und somit Eigenverantwortung zu vermeiden. Hier geht es darum, die weibliche Berechnung aufzudecken: Welche Strategieen und Tricks Frauen anwenden, um aus ihrer vermeintlich schwächeren Position Profit zu ziehen. Die Täuschungsmanöver sind so perfekt, dass Männer weiterhin nicht merken, dass eigentlich sie die Opfer sind."
Was ist das besondere an dem Buch?
Es ist von 1998, hat sich also schon relativ früh mit dem Thema auseinandergesetzt und ist trotzdem heute aktueller denn je.
Es wurde von einer Frau geschrieben und könnte von einem Mann geschrieben sein.
Es gibt eine Meinung wieder und ist keine wissenschaftliche Untersuchung (Es gibt keine Literaturverweise oder ähnliches).
Es nimmt einen polarisierenden Standpunkt ein, wie man auch an den Bewertungen auf Amazon erkennt. Dort ist es entweder sehr gut oder sehr schlecht bewertet.
Auch wenn man selbst als Mann nicht alles hundertprozentig unterschreiben würde, geht einem doch über weite Strecke beim Lesen das Herz auf. Warum? Weil es noch Hoffnung gibt, ein faires Miteinander zu entwickeln, solange es Frauen gibt, die sowas schreiben.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Pay Gap - die Wahrheit

Frauen verdienen für den gleichen Job etwa 25% weniger als Männer. So oder so ähnlich liest man es immer wieder in den Zeitungen, meist zum Equal-Pay-Day.
Eigentlich sagt einem das ja schon der Hausverstand, dass es zwar solche Einzelfälle geben mag, aber das im Durchschnitt nie stimmen kann.
Hier ein Artikel aus dem Wirtschaftsmagazin Brand Eins, der erklärt, was wirklich dahinter steckt: Brand Eins, "Die Besserverdienerinnen"


Noch eine anekdotische Evidenz dazu:
Ich habe selbst mal an einer Datenerhebung zum Einkommensunterschied zwischen Männer und Frauen teilgenommen. Im Fragebogen konnte man angeben, ob man Teilzeit arbeitet und wenn ja, wie viel Prozent oder ob man Vollzeit arbeitet.
Dass bei mir Vollzeit bedeutete, dass ich zweimal in der Woche um 5 Uhr morgens am Flughafen war und erst um 23 Uhr zurück kam und dass ich jedes zweite Wochenende im Ausland war und nicht bei meiner Familie sein konnte und ich insgesamt durchschnittlich auf eine 70-Stunden-Woche kam, wurde im Fragebogen nicht abgefragt.
Dass ich mir das gut habe bezahlen lassen, ist dann schon wieder abgefragt worden und dass meine Kollegin zwar auf dem Papier den gleichen Job hatte, aber jeden Tag um 17 Uhr nach Hause ging, ebenfalls.
Wenn ich mir jetzt noch überlege, dass in der 6-Uhr-Maschine und in der 23-Uhr-Maschine immer zu 95% Männer unterwegs waren, kann ich mir schon vorstellen, wie sich das in der Statistik ausgewirkt hat.

Sonntag, 2. Mai 2010

Warum mache ich diesen Blog?

Männer und Frauen sollten gleiche Rechte und Pflichten haben, wenn sie das möchten. Sie sollten aber auch unterstützt werden, wenn sie asymmetrische Vereinbarungen treffen.
Immer noch ist beides nicht der Fall. Das gilt für beide Geschlechter. Männer und Frauen nehmen jeweils Vorteile für sich in Anspruch, die großteils nur dem eigenen Geschlecht zustehen.
Frauen verweisen auf ihre Benachteiligungen zu Recht seit Jahrzehnten und haben damit erstaunliche Erfolge erzielt. Männer haben ihre Benachteiligungen noch nicht als solche erkannt oder finden sich eher damit ab als Frauen.
In letzter Zeit fällt vermehrt auf, dass in der Geschlechterdiskussion nicht mehr faktenbasiert gearbeitet wird.
Vielmehr werden seitens einer Gruppe von Frauen, die für sich in Anspruch nehmen, den Feminismus zu repräsentieren, Klischees, Halbwahrheiten, verkürzte Darstellungen, unbewiesene Behauptungen und manchmal sogar bewusste Falschdarstellungen und ähnliches mehr benutzt werden, um ihren Standpunkt zu verteidigen.
Nicht dass es das nicht auch seitens der Männer gäbe, allerdings sind die Frauen aktiver darin, das zu korrigieren.
Ich will hier versuchen, Fakten zu sammeln, die helfen weg zu kommen von der fruchtlosen Diskussion „Frauen sind gut und Opfer, Männer haben die Macht und nutzen das schamlos aus“ hin zu einer fairen Sicht auf die Benachteiligung beider Geschlechter.
Nur wenn beide Geschlechter anerkennen, dass sie sich gegenseitig ergänzen und daher auch in ihren jeweiligen geschlechtsspezifischen Nöten unterstützen sollten, kann die Geschlechterdiskussion auf eine neue Ebene gehoben werden, die weder Männer noch Frauen diffamiert, so wie das derzeit der Fall ist.